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Ausbildung

Hier erfährst du alles über die Ausbildung.

Metzger/in

Der oder die Metzger/in hat gelernt die Rohware Fleisch fachgerecht zu saftigen Steaks, Braten und Schnitzel oder zu unterschiedlichsten Wurstspezialitäten, Feinkostprodukten und Konserven zu verarbeiten. Bei der Herstellung werden hochmoderne Techniken und Verfahren angewandt und selbstverständlich steht die Qualität der Produkte immer im Mittelpunkt.

Wie macht man Fleisch und Wurst?

Vor der Verarbeitung prüfen Metzer/innen die Qualität der gelieferten Ware mit allen Sinnen: Aussehen, Farbe, Geruch, Geschmack. Nur einwandfreies Fleisch wird weiter verarbeitet. Große Fleischstücke müssen von Knochen und Haut befreit werden, ehe sie als Steaks, Braten & Co. über die Ladentheke gehen können. Sie können danach aber auch weiterverarbeitet werden – die Arbeitsschritte, Methoden und Rezepte sind dabei so unterschiedlich wie die Palette der Wurstspezialitäten: Koch-, Roh-, Brühwürste, Geräuchertes, Gepökeltes, Pasteten, Sülze, aber auch Feinkostsalate oder warme Gerichte wie Leberkäse und Fleischpflanzerl für den Imbiss. Wichtig ist, dass die Produkte immer auch appetitlich aussehen. Wer fit und kreativ ist, kann sogar sein eigenes Wurstrezept entwickeln oder eine neue Wurstsorte erfinden!

Welche Interessen sollte man dafür mitbringen?

Gute Kenntnisse im Rechnen sind beispielsweise wichtig für die richtige Mengenportionierung, aber auch im Verkauf. Interesse an Biologie ist von Vorteil, denn um das Fleisch an den richtigen Stellen heraus zu schneiden, muss der/die Metzger/in den Aufbau des Tierkörpers kennen. Natürlich wird heutzutage viel mit Maschinen und Werkzeugen gearbeitet, die der/die Metzger/in fachgerecht bedienen, reinigen und vielleicht auch mal reparieren muss. Außerdem sind ein ausgeprägter Sinn für Sauberkeit und Hygiene genauso wichtig, wie sorgfältiges und verantwortungsbewusstes Arbeiten im Team. Beim direkten Kundenkontakt geht es um Freundlichkeit und Fachlichkeit: Man muss Fragen zur Herkunft des Fleisches, zum Eiweiß- und Fettgehalt, zu Zusatz- und Konservierungsstoffen beantworten können, aber auch Tipps geben, wie z. B. ein Steak richtig gebraten wird.

Wie verläuft die Ausbildung?

Im Normalfall dauert die Ausbildung drei Jahre. Wer besonders gut in der Schule ist oder schon spezielle Vorkenntnisse mitbringt – z. B. den erfolgreichen Abschluss einer betrieblichen Einstiegsqualifizierung (EQ) –, kann eine Verkürzung seiner Ausbildung beantragen. Dazu müssen jedoch Betrieb, Schule und die Handwerkskammer zustimmen. Die Ausbildung findet im dualen System statt, also sowohl in einem Betrieb als auch in der Berufsschule. Zusätzlich gibt es überbetriebliche Fortbildungen.

Wie viel verdient man während der Ausbildung?

Das kann je nach Bundesland, Region und Betrieb sehr unterschiedlich sein. Als Anhaltspunkte dienen folgende Bruttoangaben für Ausbildungsverhältnisse in Bayern:

  1. Ausbildungsjahr: € 690
  2. Ausbildungsjahr: € 790
  3. Ausbildungsjahr: € 1.000

Wie sehen die Perspektiven nach erfolgreichem Abschluss der Lehre aus?

Das Metzgerhandwerk bietet zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen. Metzger/-innen können beispielsweise …

  • eine Weiterbildung zum/zur Techniker/-in absolvieren
  • die Meisterprüfung ablegen und damit sogar ohne Abitur studieren
  • sich als Meister selbstständig machen und eine eigene Metzgerei eröffnen
  • mit einem Kurs zum/zur zertifizierten Fleisch-Sommelier/-Sommelière das Fachwissen erweitern
  • einen Weiterbildungslehrgang zum/zur „Geprüften/er Betriebswirt/in“ (HWO) ablegen

Mehr Infos gibt es bei unserem verbandseigenen Bildungszentrum des Fleischerhandwerks Augsburg unter www.fleischerschule.de

Fleischerei-Fachverkäufer/in

Der/die Fleischerei-Fachverkäufer/in ist das Bindeglied zwischen Metzgerei und Kunden. Mit genauen Kenntnissen über die Herstellung und Zusammensetzung der Fleisch- und Wurstwaren berät und informiert er/sie die Kunden kompetent und individuell. Freundlichkeit sowie Interesse an gutem Essen und Wissen über die Zubereitung sind dabei wichtig. Sauberkeit und Hygiene stehen über allem!

Welche Aufgaben hat man zu erledigen?

Für den echten Verkaufsprofi steht die Kundenzufriedenheit an erster Stelle. Die setzt eine gute Fachberatung und viel Wissen voraus – immerhin gibt es über 1500 Wurstsorten in Deutschland. Nicht alle kommen fertig in den Laden. Der/die Fleischerei-Fachverkäufer/in legt auch noch oft Hand an, z.B. wenn Hackfleisch gedreht oder Fleisch zu Schnitzeln und Steaks zerlegt werden soll. Auch das Herstellen von Würzungen, Marinaden und Füllungen sowie das Zubereiten und Garnieren spezieller Imbiss- oder Catering-Angebote wie Wurstplatten und Salate gehören zum Aufgabenbereich. Wichtig ist, dass die tägliche Auslage appetitlich und dekorativ arrangiert und präsentiert ist – denn das Auge „kauft mit“.

Welche Fähigkeiten und Interessen sollte man mitbringen?

Neben dem Interesse an gutem Essen und der Ware, ist ein freundlicher, offener Umgang mit Menschen wichtig – das setzt gute Deutschkenntnisse voraus und, dass man auch in Stresssituationen Ruhe bewahrt. Sorgfältiges und sauberes Arbeiten mit Aufschnittmaschine, Fleischwolf und Waage müssen genauso selbstverständlich sein wie mathematische und organisatorische Fähigkeiten: Bestellungen entgegen nehmen und termingerecht ausführen, Warenvorräte und Verpackungsmaterialien prüfen und ergänzen sowie die korrekte Abrechnung der Kassen. Außerdem muss man wissen, dass man viel auf den Beinen ist!

Wie verläuft die Ausbildung?

Die Ausbildung zum/zur Fleischerei-Fachverkäufer/in dauert drei Jahre. Bei besonders guten Leistungen oder mit bestimmter Vorbildung ist es möglich, die Ausbildung zu verkürzen. Es ist eine duale Ausbildung, da heißt: Die Berufspraxis und Anleitung durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen finden in einem Ausbildungsbetrieb statt. Parallel dazu lernt man in der Berufsschule die wichtige Theorie.

Wie viel verdient man während der Ausbildung?

Das kann je nach Bundesland, Region und Betrieb sehr unterschiedlich sein. Als Anhaltspunkte dienen folgende Bruttoangaben für Ausbildungsverhältnisse in Bayern:

  1. Ausbildungsjahr: € 690
  2. Ausbildungsjahr: € 790
  3. Ausbildungsjahr: € 1.000

Wie sehen die Perspektiven nach erfolgreichem Abschluss der Lehre aus?

Fleischereifachverkäufer/-innen haben verschiedene Optionen, sich beruflich weiterzuentwickeln. Zum Beispiel mit …

  • einer Weiterbildung zum/zur Betriebswirt/in (HwO)
  • dem Ablegen der Ausbildereignungsprüfung, um künftig Azubis zu betreuen
  • einem Kurs zum/zur zertifizierten Fleisch-Sommelier/-Sommelière
  • einem Fortbildungslehrgang zur/zum „Verkaufsleiter/in“
  • einer Fortbildung zum/zur „Ernährungsberater/in im Fleischerhandwerk“

Mehr Infos gibt es bei unserem verbandseigenen Bildungszentrum des Fleischerhandwerks Augsburg unter www.fleischerschule.de

Lust auf Praktikum? Einfach mal reinschnuppern!

In vielen Betrieben kann man während eines Schüler- oder Ferienpraktikums herausfinden, ob der Beruf Fleischer/-in oder Fleischereifachverkäufer/-in zu einem passt. Man sieht hinter die Kulissen, lernt die Arbeitsabläufe kennen, schaut den Fachleuten bei ihrer Arbeit über die Schulter und darf auch selbst schon ein paar Dinge machen. So ein Praktikum hilft bei der Berufswahl und ist gleichzeitig eine gute Referenz für eine Bewerbung.